Augenpflege umfasst alle Maßnahmen zur Reinigung, Befeuchtung und zum Schutz der Augen sowie der empfindlichen Augenpartie. Diese spezielle Pflege ist besonders wichtig, da die Haut um die Augen etwa viermal dünner ist als im restlichen Gesicht und daher anfälliger für Trockenheit, Irritationen und vorzeitige Alterungserscheinungen.
Die Augenpartie besteht aus verschiedenen empfindlichen Strukturen: den Augenlidern, Wimpern, Tränendrüsen und der zarten Haut um die Augen herum. Diese Region ist täglich zahlreichen Belastungen ausgesetzt, wie UV-Strahlung, Umweltschadstoffen, Bildschirmarbeit und häufigem Blinzeln.
Häufige Augenprobleme im Alltag sind trockene Augen, gerötete oder müde Augen, Schwellungen und dunkle Augenringe. Diese können durch verschiedene Faktoren wie langes Arbeiten am Computer, Heizungsluft, Stress oder Schlafmangel entstehen.
Im Gegensatz zur allgemeinen Gesichtspflege erfordert die Augenpflege besonders milde und speziell formulierte Produkte, die frei von reizenden Inhaltsstoffen sind. Mit der regelmäßigen Augenpflege sollte bereits in den Zwanzigern begonnen werden, um präventiv gegen vorzeitige Hautalterung und Augenprobleme vorzugehen.
Augentropfen sind medizinische Präparate, die direkt ins Auge eingetropft werden und je nach Wirkstoff verschiedene Beschwerden lindern können. Es gibt drei Hauptkategorien von Augentropfen:
In Deutschland sind besonders bewährte Marken wie Bepanthen Augentropfen, Hylo-Comod und Berberil N sehr beliebt. Diese Produkte haben sich durch ihre gute Verträglichkeit und Wirksamkeit etabliert.
Trockene Augen entstehen häufig durch Bildschirmarbeit, Heizungsluft, Kontaktlinsen oder altersbedingte Veränderungen der Tränenproduktion. Befeuchtende Augentropfen können hier effektive Linderung verschaffen.
Für die richtige Anwendung sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Der Kopf wird nach hinten geneigt, das Unterlid vorsichtig heruntergezogen und ein Tropfen in den entstehenden Bindehautsack eingebracht. Wichtig ist, dass die Tropfspitze das Auge nicht berührt.
Rezeptfreie Augentropfen sind für leichte Beschwerden geeignet, während verschreibungspflichtige Präparate stärkere Wirkstoffe enthalten und bei schwerwiegenderen Augenproblemen eingesetzt werden.
Augensalben und Gele bieten eine längere Verweildauer am Auge als Tropfen und eignen sich besonders für die intensive Behandlung trockener oder gereizter Augen. Während Tropfen schnell abfließen, bleiben Salben länger auf der Augenoberfläche und sorgen für eine anhaltende Befeuchtung.
Zu den etablierten Produkten gehören Vidisic Gel zur Behandlung des trockenen Auges, Corneregel mit Dexpanthenol für die Hornhautregeneration und Bepanthen Augensalbe bei Entzündungen und kleinen Verletzungen. Diese Präparate unterscheiden sich in ihrer Konsistenz und den enthaltenen Wirkstoffen.
Augensalben sind besonders für die nächtliche Anwendung geeignet, da sie das Auge während des Schlafs kontinuierlich befeuchten. Bei Bindehautentzündungen oder Verletzungen bieten sie einen schützenden Film. Die verschiedenen Konsistenzen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile:
Die empfindliche Augenpartie benötigt spezielle Pflege, die über medizinische Behandlungen hinausgeht. Moderne Augenpflegeprodukte kombinieren pflegende und schützende Eigenschaften für den täglichen Gebrauch.
Hochwertige Augencremes enthalten feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, beruhigende Komponenten wie Kamille oder Euphrasia und regenerierende Wirkstoffe wie Panthenol. Diese Formulierungen sind speziell auf die dünne Haut um die Augen abgestimmt und ziehen schnell ein, ohne zu beschweren.
Augenpads und Kompressen bieten eine intensive Sofortpflege und eignen sich zur Entspannung müder Augen. Spezielle Reinigungsprodukte entfernen Make-up und Ablagerungen schonend, ohne die Augen zu reizen.
Anti-Aging Produkte für die Augenregion enthalten oft Peptide oder Retinol in milden Konzentrationen. Kontaktlinsenträger profitieren von besonderen Pflegeprodukten, die kompatibel mit ihren Sehhilfen sind:
Allergische Augenreaktionen treten besonders während der Pollensaison auf und äußern sich durch Juckreiz, Rötungen und Tränenfluss. Antihistaminika-haltige Augentropfen wie Azelastin oder Ketotifen bieten schnelle Linderung. Für akute Beschwerden eignen sich auch befeuchtende Tränenersatzmittel, die Allergene ausspülen.
Bei einem Gerstenkorn helfen warme Kompressen und antiseptische Augentropfen. Hagelkörner benötigen oft längere Behandlung mit entzündungshemmenden Salben. Beide Beschwerden sollten niemals ausgedrückt werden, da sich die Infektion ausbreiten kann.
Digitale Augenbelastung führt zu trockenen, brennenden Augen. Künstliche Tränen ohne Konservierungsstoffe spenden Feuchtigkeit. Deutsche Apotheken führen spezielle Augentropfen für Bildschirmarbeiter mit Hyaluronsäure oder Dexpanthenol. Bei anhaltenden Beschwerden wie Sehstörungen, starken Schmerzen oder plötzlichen Sehveränderungen ist ein Augenarztbesuch unerlässlich.
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Augengesundheit nachhaltig. Besonders wichtig sind:
Hochwertige Sonnenbrillen mit UV-400-Schutz sind unverzichtbar. Blaulichtfilter-Brillen oder entsprechende Bildschirmeinstellungen reduzieren die Belastung durch digitale Geräte.
Die 20-20-20-Regel hilft bei der Augenentspannung: Alle 20 Minuten 20 Sekunden lang auf einen 20 Fuß entfernten Punkt blicken. Bewusstes Blinzeln und regelmäßige Pausen verhindern Augenermüdung. Augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen sollten ab dem 40. Lebensjahr alle zwei Jahre erfolgen, um Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.